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SPD-Schwetzingen - Leben in Baden-Württemberg

SPD AG 60 plus trifft Oberbürgermeister Dr. Pöltl

Ortsverein

Auf Einladung der SPD-Senioren kam Oberbürgermeister Dr. Rene Pöltl zum Gedankenaustauch in den Bürgertreff in die Maximilianstraße. Walter Manske empfing die Gäste, Horst Ültzhöffer sprach einleitende Wort. Dann berichtete der Oberbürgermeister über anstehende Großprojekte der Verwaltung.

Das Pfaudler-Projekt wäre ein Glücksfall, weil hier in Stadtnähe sozial ausgewogener Wohnraum entstehen könnte, so Pöltl. „Jeden Tag erreichen mich Anfragen von Bürgern, die gerne in Schwetzingen Wohnraum erwerben oder mieten wollen – und das nicht nur im hochpreisigen Segment“, so der Oberbürgermeister. Auf dem sieben Hektar großen Pfaudler-Gelände könnten zwanzig Prozent günstiger Wohnraum entstehen, führte er aus. „Mindestens 500 Wohneinheiten werden dort insgesamt gebaut.“ Es sei kein sozialer Wohnungsbau mit Berechtigungsschein geplant, aber die Stadt könnte sich vorstellen, Wohnraum zu erwerben. „Bei diesem vorhabenbezogenen Bebauungsplan liegt alles in der Hand des Gemeinderates“, führte er weiter aus und betonte, dass der Investor aus Heidelberg 250 Millionen Euro in die Hand nehmen würde. Er habe ein gutes Gefühl bei Andreas Epple und kenne die Projekte der Firma aus Heidelberg. Er führte dabei das Quartier am Turm im Stadtteil Rohrbach als Beispiel an. Insbesondere möchte der OB die Bürger an der Planung beteiligen und wird zur gegebener Zeit ein Beteiligungsverfahren einleiten.

Der Vorsitzende Dr. Walter Manske richtete die Diskussion aber noch auf ein anderes Thema. Die Bebauung des Alten Messplatzes würde „die Wogen hochgehen lassen“, jedenfalls bei manchem Leserbrief in dieser Zeitung, fragte er. Aber einen „Schönheitspreis“ könne man mit dem Parkplatz und den Baubrachen auch nicht gewinnen, konterte Pöltl. Die Sozialdemokraten waren sich darüber einig, dass Stadtentwicklung auch an dieser Stelle wichtig ist. „Seit den achtziger Jahren versucht man, hier etwas zu entwickeln“, kritisierte Horst Ültzhöffer. Nach 30 Jahren müsse man dann „auch mal zu Potte kommen“, so Ültzhöffer.

OB Pöltl könnte sich am Bahnhof ein Parkhaus vorstellen, in dem auch Busse Platz fänden. Aber auf dem alten Messplatz sei alles noch völlig offen, betonte er. Es würde an Wohnbebauung und an ein Vier-Sterne- Hotel gedacht. Eine barrierefreie Tiefgarage mit 100 Plätzen sei ebenfalls in der Überlegung. Die Stadt wolle ein Gutachten über die Machbarkeit erstellen lassen, fügte der OB an. Er ist aber überzeugt davon, dass der Markt für ein Vier-Sterne-Hotel in Schwetzingen da sei. Denn jeden Tag würden potenzielle Gäste anfragen, müssten dann aber abgewiesen werden. Wolfgang Netzer fragte nach der Architektur und Baudichte. „Nicht so wie im Granitzky-Areal – ehre locker mit Grünflächen“, könnte sich das der OB vorstellen.

Nach einer Stunde konstruktiver Diskussion war sich die AG 60 plus der SPD darüber einig, dass man solche Gespräche öfter anregen sollte. „Aus erster Hand hört sich das ja ganz vernünftig an“, so Wolfgang Netzer. Im Herbst soll der wohnungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Daniel Born, eingeladen werden.

 
 

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