Biodiversitätsförderung im Rhein-Neckar-Kreis

Veröffentlicht am 27.06.2021 in Kreistagsfraktion

Foto: Schröder-Ritzrau – Walldorfer blühender Feldrand

Biodiversitätsförderung im Rhein-Neckar-Kreis ist ein „Muss“ für die SPD-Fraktion

Menschliche Aktivitäten sorgen dafür, dass heute mehr Arten vom Aussterben bedroht sind als jemals zuvor. Circa 25 % der Arten in den meisten Tier- und Pflanzengruppen sind bereits vom Aussterben bedroht. Viele wird das innerhalb der nächsten Jahrzehnte betreffen – es sei denn, es werden Maßnahmen ergriffen, um die Intensität der Treiber zu verringern, die für den Verlust der biologischen Vielfalt verantwortlich sind (IPBES Bericht).
In diesem Sinne hatte die SPD-Kreistagsfraktion in einem gemeinsamen Antrag mit den anderen Fraktionen den Landrat zum Ausbau des Biodiversitätsmanagements aufgefordert.

Dr. Andrea Schröder-Ritzrau nahm für die SPD-Fraktion den Bericht des Biodiversitätsmanagements im Rhein-Neckar-Kreis zur Kenntnis: „Wir befürworten den vorgeschlagenen Beitritt zum Bündnis für Biodiversität der Gemeinden. Eine Viertelmillionen Euro jährlich möchte die Verwaltung investieren, um unsere Lebensgrundlagen - hier die Biodiversität angemessen zu schützen – gut angelegtes Geld, wie wir finden aber durchaus ausbaufähig. Wir nehmen die bisherigen Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität im Rhein-Neckar-Kreis zur Kenntnis. Für die SPD sind dies auch wichtige Beiträge zum Klimaschutz.  Nun haben wir eine „Fachkraft für Biodiversitätsmanagement“. Herzlich willkommen Frau Schuler, auf gute Zusammenarbeit.“

Biodiversitätsprojekte an den kreiseigenen Liegenschaften/Grundstücken seien für die SPD-Fraktion ein Muss und Kreistagsmitglied und ehemalige Umweltbeauftragte Frau Dr. Gitta Martens Aly war bisher nie müde, Gelungenes zu Loben und Nötiges einzufordern.

Auch die Erstellung einer Leitlinie „Biodiversitätsförderung im Rhein-Neckar-Kreis“ mit „Best-Practice“-Beispielen des Konzerns, die der Nachahmung für Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern diene, halte man für eine gute Initiative.  Die Pilotprojekte, die aus den Arbeitssitzungen der internen Arbeitsgruppe entstandenen seien und in Abstimmung mit den Fraktionsvertreterinnen und Fraktionsvertretern im Jahr 2020 festgelegten wurden, gelte es nun voran zu treiben. In dem Zusammenhang regte Schröder-Ritzrau an: „Lassen Sie uns doch zeitnah eine Sitzung zu machen, denn die letzte ist bereits wieder ein Jahr her. So werden die Fraktionen eng eingebunden bei diesem wichtigen Thema.“

Ob es Maßnahmen am Berufsschulzentrum Sinsheim sind, am Neubau der Steinsbergschule oder beim Verwaltungsgebäude in der Muthstraße – alles gut angelegtes Geld für die Artenvielfalt. Selbstverständlich und konsequent sei die Anpassung der neuen Pflegeverträge für das Jahr 2022 unter Berücksichtigung ökologischer Belange, um eine extensive, naturnahe Pflege umzusetzen, denn dies sei ein wichtiger Hebel in der Erreichung der Ziele. Die geplanten Schulungen für das Hausmeister-Personal sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Straßenbauamtes passen ins Konzept und werden ebenfalls befürwortet.

Schröder-Ritzau verwies zum Abschluss noch darauf, dass Öffentlichkeitsarbeit das „A und O“ sei, um die Bevölkerung insgesamt zu sensibilisieren und lobte die Aktivitäten der Kreisverwaltung, auch in den Sozialen Medien: „Für „ein neues (artenreiches) Schön“ könne man nicht genug werben und investieren. Unsere Zustimmung haben Sie, Frau Schuler, weiter so.”

 

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