Kommunalpolitische Ziele 2019-2024

Die positive Entwicklung unserer Heimatstadt hat sich in den letzten Jahren fortgesetzt. Schwetzingen hat eine große Anziehungskraft, für potentielle Bewohner und Besucher gleichermaßen. Das überrascht auch nicht, wenn man das touristische Angebot, das lebendige Vereins- und Kulturleben, das vielfältige Betreuungs- und Bildungsangebot und die engagierte Bürgerschaft sieht.

Gerade die Attraktivität Schwetzingens führt jedoch zu neuen Problemen und neuen Herausforderungen. Diese neuen Fragen des Zusammenlebens erfordern eine sozialdemokratische Antwort. Der Kompass des Handelns der SPD ist immer gewesen, dass Fortschritt aller Art möglichst allen Menschen zu Gute kommen soll anstatt nur bestimmten Gruppen. Wir treten an, um dieses Ziel auch in den kommenden fünf Jahren zu verfolgen.

Wohnen in Schwetzingen

  • 30 % bezahlbarer Wohnraum bei Wohnentwicklungsprojekten & Bauvorhaben
  • Marktransparenz, z.B. in Form eines Mietspiegels
  • Stadtentwicklungsgesellschaft SWG vorantreiben und sozial ausgestalten
  • Kommunale Investitionen zur kommunal gesteuerter Mietpreisgestaltung, z.B. Gelände der ehemaligen Spargelgenossenschaft, ehemalige Spargelannahmestelle Rohr, städtische Wohnungen Scheffelstraße
  • Studentisches Wohnen voranbringen, z.B. Wohnheim
  • Ausbau von altersgerechtem Wohnen
  • Förderung vielfältiger Wohnformen, z.B. Mehrgenerationenhäuser
  • kommunales Leerstandsmanagement, welches Risiken für private Vermieter abfedert

Bezahlbarer Wohnraum ist die soziale Frage unserer Zeit. In Schwetzingen sind die Mieten und Preise in den vergangenen Jahren aber stetig gestiegen. Junge Familien, die bauen oder Eigentum erwerben wollten, mussten in die Umlandgemeinden ziehen; finanziell schwächere Bewohner müssen einen immer größeren Teil ihres Einkommens für die Miete aufwenden und haben weniger für andere Bedürfnisse. Dieser Entwicklung tritt die SPD auf allen Ebenen konsequent entgegen. Es darf kein Privileg für Wohlhabende werden, in Schwetzingen zu wohnen.

Wir unterstützen das von der Stadtverwaltung ausgearbeitete Konzept einer integrierten Stadtentwicklung. Ziel ist eine ganzheitliche Stadtentwicklung, die die Siedlungsstruktur unserer Stadt im Zusammenhang mit allen weiteren Belangen – zum  Beispiel Infrastruktur, Klima- und Umweltschutz und sozialen Belangen – betrachtet. Mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept wird das Ziel einer nachhaltigen und sich verändernden Stadtentwicklung verfolgt.

Eine städtische Wohnungsgesellschaft zu schaffen, ist ein wichtiger Schritt, um auf dem Wohnungsmarkt dort tätig zu werden, wo der Wohnungsmarkt versagt: Wir wollen deutlich mehr Wohnungen im mittleren und unteren Preissegment schaffen. Hierbei ist staatliches Handeln erforderlich, weil der freie Markt sozialen Wohnungsbau zu wenig berücksichtigt. Darum muss die Stadt neue Impulse auf dem Wohnungsmarkt setzen. Eine Schwetzinger Stadtentwicklungsgesellschaft soll nicht als Wettbewerber auf dem Wohnungsmarkt sondern als Impulsgeber für vernachlässigte Segmente konzipiert werden. Als vernachlässigt sehen wir in Schwetzingen in erster Linie das Wohnen für Student(inn)en und für Senior(inn)en an. Hier wünschen wir uns Impulse von der Stadt.

Es ist dringend notwendig, den vorhandenen Wohnraum in einem bezahlbaren Bereich zu halten. So setzt sich die SPD Schwetzingen seit vielen Jahren für die Einführung eines qualifizierten Mietspiegels für Schwetzingen ein, der aber bisher an den Mehrheitsverhältnissen gescheitert ist. Ein qualifizierter Mietspiegel kann zu einem langsameren Anstieg der Mieten führen und damit eine mietpreisdämpfende Wirkung haben. Bei einer Neugestaltung der Mietpreisbremse im Bund wollen wir prüfen, ob diese für Schwetzingen eine praktikable Möglichkeit ist, den Mietkostenanstieg zu begrenzen, und uns weiter für die Anwendung der Mietpreisbremse einsetzen.

Wir wollen eine soziale Durchmischung in ganz Schwetzingen. Dabei geht es uns nicht nur um den Bestand, sondern gerade auch um neue Projekte. Wir begrüßen das Bauprojekt auf dem Pfaudler-Gelände, obwohl wir die Schwierigkeiten anerkennen. Dort und in allen weiteren Projekten, die in den nächsten fünf Jahren angestoßen werden, setzen wir uns für bezahlbaren – leistbaren - Wohnraum ein.

Mobiles Schwetzingen

  • Ladeinfrastruktur für e-Mobilität weiter ausbauen
  • stadtweites Radwegenetz verbessern
  • Schaffung von mehr Fahrradstellplätzen, z.B. am Bahnhof
  • Sicherheit der Radwege gewährleisten
  • Ausbau der Radschnellwege nach Speyer, Walldorf, Hockenheim
  • „Fahrradfreundliches Schwetzingen“ z.B. Fahrradboxen, attraktive Fahrradabstellflächen, Haltegriffe an Ampelanlagen
  • Schaffung von Mobilitätsknoten
  • Neukonzeption und Überarbeitung des ÖPNV-Angebots (VRN), v.a. höhere Taktung und Abstimmung
  • Einbeziehung eines Mobilitätsbeirates
  • Optimierung des Stadtbusses, Einsatz von E-Bussen
  • Schaffung besserer Verbindungen nach Heidelberg, z.B. Schnellbus
  • Flächendeckender und konsequenter Ausbau barrierefreier Haltestellen
  • Bewohnerparkzonen
  • Erweiterung des Parkraums am Bahnhof (park&ride), z.B. als Parkhaus oder Parkdeck
  • Modernisierung des Parkhauses Wildemannstraße, z.B. Beleuchtung, Barrierefreiheit, Komfortparkplätze
  • Parkleitsystem verbessern und koordinieren
  • Ampelfreies Rondell
  • Turnerkreisel öffnen und Kompensationsmaßnahmen (Einbahnstraßenregelungen) für einmündende Straßen verwirklichen
  • Verkehr auf Schlossplatz, Schloss-, Dreikönig- und Hebelstraße reduzieren, durch Verlegung der Süd-Nord-Verbindung über den Kreisel
  • Einbahnstraßenregelung in der nördlichen Fr.-Ebert-Str. zum Zweck der Anbindung unserer Nordstadt aufheben
  • Sanierung der Bruchhäuser Straße: Druck auf das Regierungspräsidium erhöhen
  • Verkehrssicherheit gewährleisten, z.B. Schulwege, Markierungen
  • Temporäre Autofreiflächen vor Schulen

Mobilität ist soziale Teilhabe und mehr als bloße Verkehrspolitik. Die Rahmenbedingungen ändern sich durch steigende Fahrgastzahlen im ÖPNV, die wachsende Bedeutung des Fahrrades und den Durchbruch der E-Mobilität. Kommunale Politik darf auf diese Entwicklungen nicht nur reagieren, sondern soll sie aktiv gestalten. Die SPD hat hier in den letzten zehn Jahren die maßgeblichen Impulse geliefert und wird dies auch weiterhin tun. Der sich abzeichnende Durchbruch der E-Mobilität bietet Chancen für umweltfreundliche Mobilität, für mehr Lebensqualität in der Stadt und für innovative Schwetzinger Unternehmen. Daher wollen wir Schwetzingen als Vorreiter für Elektromobilität etablieren.

Wir wollen das Angebot des ÖPNV in Schwetzingen verbessern. Primäres Ziel hierbei ist, bestehende Anbindungen auszubauen und neue, insbesondere nach Heidelberg, zu schaffen. Auch sind Maßnahmen wichtig, die es allen Bürgern, auch den körperlich eingeschränkten, ermöglichen, diese Angebote zu nutzen.

Auch der Radverkehr nach Schwetzingen soll neu gestaltet werden. Mit dem geplanten Radschnellweg nach Heidelberg wird der erste Schritt getan. Wir wollen einen zügigen und konsequenten Ausbau weiterer Velorouten, um Radfahren noch attraktiver und sicherer zu machen.

Zu mietende günstige Fahrradboxen im öffentlichen Raum machen die Situation für die dort lebenden Nutzerinnen und Nutzer attraktiver und reagieren geeignet auf die Diebstahlproblematik. Kleinteilige Verbesserungen für den Radverkehr müssen schneller umgesetzt werden. Gemeinsam mit dem ADFC und dem Mobilitätsbeirat werden wir darum ein Radverkehrskonzept für Schwetzingen entwerfen, in dem wir Standards und Ziele für den Radverkehr in ganz Schwetzingen setzen.

Der Privat-PKW verliert aufgrund der genannten Entwicklungen an Bedeutung. Trotzdem ist er immer noch der wichtigste Garant für Mobilität des Einzelnen. Daher muss ausreichender Parkraum nach wie vor gewährleistet sein. Das gilt insbesondere angesichts der geplanten Umgestaltung des Alten Messplatzes, die Parkraum kosten wird. Bei der innerstädtischen Verkehrsführung sehen wir nach wie vor Verbesserungen. Dies betrifft vor allem den Turnerkreisel, die Errichtung von Kreisverkehren am Anfang und am Ende der Bruchhäuser Str. sowie ein ampelfreies Rondell.

Umweltfreundliches Schwetzingen

  • Erhalt der Artenvielfalt durch Blüh- und Grünstreifen innerhalb des Stadtgebietes der Stadt Schwetzingen gemäß dem Antrag der SPD-Stadtratsfraktion aus dem Jahr 2018
  • Konzept „Sauberes Schwetzingen“
  • Einführung eines lokalen Nachhaltigkeitspreises für Unternehmen
  • konsequente Umsetzung des integrierten kommunalen Klimaschutzkonzeptes
  • Verzicht auf Glyphosat / "pestizidfreie Kommune"
  • Energetische Gebäudesanierung von städtischen Gebäuden
  • Lärmaktionsplan: Umsetzung der Maßnahmen zur Lärmminderung

Wir werden die erfolgreiche Arbeit im Rahmen der Klimaschutzkonzeption und dem beschlossenen Klimaschutzmaßnahmenkatalog vorantreiben und dabei besonders das Thema Artenvielfalt (Biodiversität) weiterverfolgen. Im Zusammenhang mit antibiotikaresistenten Keimen muss das Klärwerk im Zweckverband in der Lage sein, unbelastetes Abwasser in die Kanäle zu entlassen (Reinigungsstufe 4). Dazu erforderliche Finanzmittel haben Priorität. Wir setzen unterstützende Maßnahmen zur Renaturierung von Flächen, ggf. auch durch Rückbau, fort, sowohl auf den Konversionsflächen als auch im öffentlichen Raum. Die Artenvielfalt muss erhalten bleiben, dazu fordern wir Blüh- und Grünstreifen auf allen Verkehrsinseln und Kreiseln innerhalb der Stadt Schwetzingen. Wir werden die Erarbeitung eines Konzeptes zur Verbesserung der Sauberkeit auf Straßen, Plätzen und in der Natur (Aktion: „Sauberes Schwetzingen“) initiieren. Die Verschmutzung des öffentlichen Raumes hat auch für Schwetzingen neben dem gerade für den Tourismus wichtigen Image als saubere Stadt weitreichende negative Folgen in ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht.

Von uns wird bei der Entwicklung von Bauflächen und Bauvorhaben eine ausgleichende Grünflächenplanung berücksichtigt. Die bestehenden Grünachsen wollen wir erhalten. Wir unterstützen alle Maßnahmen zur Energiegewinnung / Energieeinsparung durch Maßnahmen der Bauleitplanung.

Bildung und Betreuung in Schwetzingen

KiTa und Kindergarten

  • Ausbau aller Formen der Kinderbetreuung, Förderung von Tageseltern
  • kostenlose Kinderbetreuung, finanziert durch Landesmittel
  • qualitative hochwertige Betreuung gewährleisten

Grund- und & Sekundarschulen

  • Einrichtung einer Ganztagesgrundschule mit Mittagessen und Nachmittagsangeboten nach Landesgesetz
  • Schulen bei der Entwicklung von Ganztagesangeboten unterstützen
  • bedarfsgerechter Ausbau der Schulgebäude
  • Digitalisierung in allen städtischen Schulen ernst nehmen, d.h. personell unterstützen und hardware- sowie softwaretechnisch ausstatten
  • Bei Bedarf eine Oberstufe an der Schimper-Gemeinschaftsschule ermöglichen
  • „Schwetzinger Unterstützungssystem Schule intensiv“ (SuSi) zur individuellen Förderung und Projektarbeit ausbauen
  • Multiprofessionelle Teams an Schulen etablieren (Schulsozialarbeit, Theaterpädagogik, Schulpsychologe, Schulsanitätsdienst, Berufsorientierung)

Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Lebensentwürfe. Kommunalpolitik kann und muss dazu beitragen, dass, soweit möglich, alle imstande sind, ihr Lebensmodell so zu verwirklichen, wie sie dies wünschen. Dies trifft auf alle Lebensphasen zu, ist aber im Bereich der Kinderbetreuung und Bildung am klarsten. Die Wünsche der Eltern sind so vielfältig, dass nicht eine Größe allen passen kann. Gleichzeitig gibt es in Schwetzingen genug Einrichtungen, dass es möglich ist, vielen unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Dabei hat sich schon einiges getan, es gibt jedoch noch reichlich Raum für Verbesserungen.

Der Erhalt und Ausbau der Kapazitäten für Kinderbetreuung ist daher ein wichtiges Ziel, da die bestehenden Kapazitäten den Bedarf noch immer nicht decken. Neben Kindertageseinrichtungen sind für Kinder unter 3 Jahren auch Tageseltern ein wichtiges Konzept.

Das Gleiche gilt für die Schulen. Die klassische Halbtagesgrundschule wird den Bedürfnissen vieler Eltern nicht gerecht. Das Angebot an Schwetzingens Grundschulen muss entsprechend angepasst werden, wozu die SPD in ihrer Zeit an der Landesregierung die Grundlage geschaffen hat. Ebenso muss im Bereich der weiterführenden Schulen bis zur Klasse 7 ein Betreuungsangebot für Nachmittage bestehen.

Kinderbetreuungseinrichtungen sind Bildungseinrichtungen. Bewegung, Malen, Singen, Sprache und Sozialverhalten werden hier das erste Mal in einer größeren Gruppe geübt. So werden die Kinder auf Schule und Leben vorbereitet. Da dies, ebenso wie die Schulen, eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, wollen wir, dass die Betreuung kostenlos ist. Hierbei sehen wir das Land in der Pflicht.

Die Themen Digitalisierung und Medienkompetenz werden immer wichtiger. Es ist dafür zu sorgen, dass an allen Schulen die notwendigen Einrichtungen und Personal zur Verfügung stehen, um die Schüler entsprechend zu unterrichten.

Die frühere Schimper-Realschule ist zur Gemeinschaftsschule mit vollständig anderem Lernkonzept ausgebaut worden. Aktuell gibt es jedoch keine Oberstufe, sodass die Schüler, die Abitur anstreben, auf eine andere Schule wechseln müssen, in der völlig andere Lernkonzepte angewandt werden. Um den Schülern Bildung aus einem Guss möglich zu machen, soll, wenn es das Interesse möglich macht, das Angebot einer Oberstufe gemacht werden.

Wirtschaft und Finanzen, Stadtentwicklung, Beteiligung

  • Haushaltstransparenz
  • aktivierende Bürgerbeteiligung bei großen städtischen Projekten
  • flächendeckendes schnelles Internet, kommunaler Breitbandausbau umsetzen
  • Start-Up-Zentrum Schwetzingen: Co-Working Places und Markerlabs
  • Aus- und Weiterbildungszentrum als weiterer Baustein des Bildungsstandortes
  • Gewerbeflächenentwicklung vorantreiben, z.B. ehem. Ausbesserungswerk, Konversionsgelände
  • Kommunales Beschäftigungsförderprogramm auflegen
  • Öffentliches W-LAN weiter ausbauen, z.B. an ÖPNV-Knoten & öffentliche Gebäude
  • Ganzheitliches und integriertes kommunales Stadtmarketing- und Tourismuskonzept

Die Stadt Schwetzingen ist gut aufgestellt, nicht nur finanziell. Um nicht zurückzufallen, müssen Chancen zur Entwicklung der Stadt, in wirtschaftlicher, baulicher und sozialer Hinsicht, ergriffen werden.

Wir wollen weiterhin, dass die Bürgerinnen und Bürger in die wichtigen Entscheidungen in dieser Stadt einbezogen werden. Dies gilt insbesondere für Stadtentwicklungsprojekte wie die Bebauung des Pfaudler-Areals, aber auch für den Haushalt der Stadt. Es muss erkennbar bleiben, wofür die Stadt das Geld verwendet. Bei der anstehenden Reform der Grundsteuer ist darauf zu achten, dass die Bürgerschaft insgesamt nicht erheblich zusätzlich belastet wird, aber auch kein Loch bei den Einnahmen entsteht.

Das Rückgrat der Wirtschaft sind kleine und mittlere Unternehmen vor Ort. Wir fordern, dass städtische Aufträge bevorzugt an heimische Firmen gehen. Dabei wäre Tarifbindung wünschenswert. Im Übrigen hat die Stadt die notwendigen Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften zu gewährleisten. Dabei ist eine flächendeckende hochleistungsfähige Internetversorgung heute einer der wichtigsten Punkte.

Jugend, Familien, Senioren

Jugend

  • Achterrat als Instrument der Jugendbeteiligung ausbauen, z.B. Rede- und Antragsrecht im Gemeinderat
  • Chill-out-Flächen/Treffpunkt für Jugendliche im öffentlichen Raum

Familien

  • Attraktivierung des städtischen Spielplatzangebots, z.B. Mottospielplätze

Senioren

  • Öffentliche Einrichtungen sowie Straßen & Plätze barrierefrei gestalten, z.B. Bordsteine absenken
  • Altersgerechten bezahlbaren Wohnraum schaffen
  • Kulturparkett auch auf Zielgruppe der Älteren ausweiten, Teilhabe am kulturellen Leben
  • Anpassung der sozialen Infrastruktur an die älterwerdende Gesellschaft, z.B. Seniorenschwimmen, Veranstaltungstransfer, Beratungsangebote

Die jüngsten Klimaproteste von Schülern zeigen auf, dass viele junge Menschen das Bedürfnis haben, sich in Politik und Gesellschaft einzubringen. Dabei bestreiten sie nur selten die klassischen Wege wie Mitgliedschaft in Parteien, Bürgerinitiativen oder Wählergruppen. Junge Menschen sind als Ansprechpartner zu suchen und ernst zu nehmen. Zuletzt ist die Stadt mit dem Achterrat andere Wege als früher gegangen, junge Menschen in die politischen Prozesse einzubinden. Dieser Weg soll konsequent weitergegangen werden.

Wir wollen uns für eine engere Verknüpfung zwischen  Go In und dem Jugendtreff Hirschacker, Schulen, Sportvereinen und weiteren Akteuren der Jugendarbeit einsetzen. Insbesondere im Bereich der Nachmittagsangebote der Schulen sehen wir eine  Menge Potenzial für Austausch und Zusammenarbeit.

Der demographische Wandel in den Städten und Gemeinden ist eine enorme politische Herausforderung. Der Anteil älterer Menschen in unserem Land wird weiter steigen. Deshalb ist die Anpassung der sozialen Infrastruktur an diese Veränderung eine wichtige Arbeit und gleichzeitig eine Herausforderung. Dazu gehören gesicherte Bedingungen für das Wohnen, die Mobilität und die Versorgung älterer Menschen.

Vereine und Kultur, Heimat

  • integriertes Kultur- und Tourismuskonzept
  • Ehrenamt in der Zivilgesellschaft besser anerkennen, z.B. höhere Aufwandsentschädigung für Feuerwehrangehörige
  • Förderung der ehrenamtlichen Arbeit von Feuerwehr und Rettungswesen
  • Einführung „Helden-des-Alltags“-Preis
  • Kulturangebote für Jugendliche öffnen, z.B. theaterpädagogische Maßnahmen, Klassikförderung
  • Finanzielle Nachwuchsarbeit in Vereinen ausbauen
  • Städtepartnerschaften pflegen, Begegnung ermöglichen, z.B. durch Jugendbotschafter
  • Barrierefreie Anlaufstelle für „Die Brücke“ schaffen
  • Kompetenz des Kulturausschusses ausbauen
  • Geschichte und Heimat erlebbar machen, z.B. Museumskonzeption Rothackersches Haus
  • Sport-, Bewegungs- und Gesundheitsinitiativen mit Vereinen verwirklichen, z.B. Stadtradeln
  • Sportstättenförderung, z.B. Errichtung eines Pump-Tracks, Projekt „Sport-Achse Sternallee“
  • Grillhüttenmodernisierung
  • Errichtung eines Gestaltungsbeirates
  • Erhalt historischer Gebäude forcieren
  • Sanierungspreis „Historisches Haus“ für Privateigentümer

Das reiche Vereinsleben unserer Heimatstadt soll von der Stadt gefördert werden. Die SPD bietet mit ihren in einer Vielzahl von verschiedenen Vereinen tätigen Kandidat(inn)en die Gewähr dafür, dass dies auch weiterhin geschieht. In den letzten Jahren hat die Stadt Schwetzingen große Investitionen in die Freiwillige Feuerwehr getätigt, deren Mitglieder mit großem Engagement eine unverzichtbare Arbeit leisten. Gleichzeitig erkennen wir die  Leistung der Verbände des Katastrophenschutzes und der zivilen Rettungsdienste an. Wir werden weiterhin die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Feuerwehr, die zivilen Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes nach Kräften unterstützen.

Für eine Kultur der Vielfalt, der Teilhabe und des Dialogs. Kultur rechnet sich in Schwetzingen, trotz der entstehenden Kosten. Eine allein betriebswirtschaftliche Sichtweise greift zu kurz. Ihr gesellschaftlicher Nutzen ist hoch, da sie einen wichtigen Beitrag leistet sowohl zur Integration, Persönlichkeitsentwicklung und Bildung der Bürgerinnen und Bürger. Eine attraktive Kulturlandschaft ist auch ein wichtiger Standortfaktor für unsere Stadt. Stadtwirtschaftlich betrachtet rechnet sich Kultur und das Vereinswesen - und das muss Maßstab unseres Handelns werden. Doch ohne Kultur- und Tourismuskonzept bleibt vieles auf der Strecke. Daher fordern wir für Schwetzingen ein Kultur- und Tourismuskonzept. Dieses sollte mit Vereinen, Kulturamt und Stadtmarketing erstellt werden. Viele Städte in Deutschland, auch kleinere, sind diesen Schritt gegangen um Image und Nachhaltigkeit zu verbessern. Um diese Zukunft aktiv zu gestalten und den Prozess anzustoßen, sollte schnellst möglich mit Vertretern aus Gastgewerbe, Einzelhandel, Dienstleistungen, Kultur, Politik, Stadt und dem Vorstand des SMS ein „runder Tisch“ gebildet werden.

Zusätzlich fordern wir, dass die Verwaltung die finanziellen Bedarfe der institutionell geförderten Zuschussempfänger sowie der freien Kulturschaffenden ermittelt und die Höhe der Kulturförderung entsprechend angepasst wird. Das bedeutet in der Konsequenz, dass bei der Haushaltsplanung der Stadt Schwetzingen die sogenannten „Eckwerte“ zugunsten der Kulturbereiche verändert und das Kulturbudget den Erfordernissen angepasst wird.

Die SPD unterstützt die Forderung nach Raum für freie Kunst und Kultur in Schwetzingen. Es wird eine Förderung für den Aufbau einer räumlichen Infrastruktur an Produktions- und Präsentationsräumen benötigt. Diese muss sich an den unterschiedlichen räumlichen, technischen und organisatorischen Bedürfnissen der einzelnen Kunstsparten orientieren. Es fehlen konkret vor allem Atelier- und Präsentationsräume für Künstler und Kunstpädagogen sowie Proberäume für Musiker. Auch „co-workingspaces“ für Kulturschaffende sind nötig – also eine Infrastruktur, die die Bildung einer Gemeinschaft („Community“) ermöglicht, welche durch gemeinsame Veranstaltungen, Workshops und weitere Aktivitäten gestärkt werden kann.

Roter Briefkasten

Daniel Born

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