Agrarkonsens statt Bürokratiewut: Daniel Born informiert sich über Gemüseernte

Veröffentlicht am 20.04.2021 in Landespolitik

SPD-Wirtschaftsexperte Daniel Born hat sich beim Spargelhof Gieser über den Stand der Ernte informiert. Born machte dabei klar, dass unnötige bürokratische Auflagen abgebaut werden müssen.

Oftersheim. Landtagsabgeordneter Daniel Born (SPD) besuchte den Spargelhof Gieser in Oftersheim, um sich über den Stand der Gemüseernte zu informieren. „Das ist die zweite Spargelsaison unter Pandemiebedingungen. Es ist mir wichtig, vor Ort zu erfahren, wie hierdurch bei Ernte, Vertrieb und Verkauf weitere Probleme entstehen und wie geholfen werden kann“, so der Schwetzinger Politiker zu Beginn des Besuchs. Das Gespräch mit den Landwirten ist für Born aber auch unabhängig von konkreten Einzelfragen ein roter Faden seiner Wahlkreisarbeit.

„Die Landwirtschaft ernährt uns und ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor unserer Region. Ich will, dass wir in dieser Legislaturperiode endlich einen Agrarkompromiss im Land hinbekommen. Meine Erfahrung ist, dass Landwirte, Verbraucher, Handel und Umweltverbände mehr haben was sie verbindet als was sie trennt. Das muss man klug zusammenführen. Dann können Vereinbarungen auf Augenhöhe getroffen werden. Scheingefechte und Bürokratiewut passen dazu nicht“, fasst Born seinen Ansatzpunkt zusammen.

Familie Gieser sieht den Herausforderungen positiv entgegen, denn die ersten Erntehelfer sind bereits eingetroffen und negativ auf Corona getestet. Während des Besuchs lässt sich live miterleben, wie groß die Nachfrage nach Produkten aus der Region und von heimischen Höfen ist. Es herrscht reger Betrieb im Bauernladen, natürlich mit Sicherheitsabstand sowie Mund- und Nasenschutz.

„Wir haben unseren Laden gerade erst in größere Räumlichkeiten umgezogen, um genügend Sicherheitsvorkehrungen zu ermöglichen und Mindestabstände einhalten zu können. Es ist noch nicht alles an Ort und Stelle, aber so können wir unseren Kunden auch in der momentanen Situation unser stetig wachsendes Sortiment anbieten. Die meisten sind sehr glücklich darüber, denn gerade Menschen, die aufgrund von Unverträglichkeiten oder persönlichem Befinden nicht alles essen können oder möchten, finden in unseren Produkten genau das, was sie brauchen“, erläutert Sabrina Moras.

Im Hofladen arbeitet man mit jungen Unternehmern aus der Region zusammen um neben den selbst angebauten Spargel, Melonen und Artischocken auch eine Essig-, Käse- oder Weinauswahl bereitstellen zu können.

„Unsere Hofläden in der Region sind wirklich ein Schatz, weil sie wieder eine Nähe zwischen Verbraucher und Erzeuger schaffen, die einfach in die Zeit passt“, erläutert der Abgeordnete.

Beim anschließenden Gang über den Hof kam auch noch einmal das Thema Bürokratie auf den Plan. „Man erfüllt ja alles und füllt auch gerne jedes Formular aus. Aber es bleibt halt viel Zeit auf der Strecke“, schildert Landwirt Christian Gieser die Problematik.

Für Born ist selbstverständlich, dass jeder bürokratische Vorgang immer wieder überprüft werden muss, inwiefern er notwendig ist und wie er vereinbart werden kann. „Das gilt für die Landwirtschaft genauso wie für alle anderen Wirtschaftsbereiche“, so der Vorsitzende des Arbeitskreises Wirtschaft der SPD-Landtagsfraktion. Born abschließend: „Ich bin überzeugt, dass wir viele Prozesse deutlich vereinfachen und entschlacken können. Letztlich profitieren davon dann alle Seiten.“

 

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