Die Freitagspost: Eine Wahl zwischen Fortschritt und dem Gestern

Veröffentlicht am 02.04.2021 in Woche für Woche

In der heutigen Freitagspost kommentiert Daniel die Entscheidung der Grünen, die Koalition mit der CDU fortzusetzen.

Einmal im Jahr kommt die Freitagspost am Donnerstag – weil der Karfreitag nicht der Tag für einen politischen Brief ist. In diesem Jahr musste ich davon abweichen. Die Flüster- und Durchstechinfos waren seit Beginn der Woche stabil: Kretschmann will wieder Grün-Schwarz. Aber dann stand eben gestern lange die definitive Entscheidung nicht fest. Und nur mit Infos aus Quellen schreibe ich keine Freitagspost.

Seit gestern 17 Uhr war es dann offiziell: Die Grünen wollen weiter mit der CDU regieren. Das ist die CDU mit dem Masken- und dem Aserbaidschan-Skandal, die CDU, die der Gemeinschaftsschule Steine in den Weg legt, eine Umsetzung der Inklusion verhindert und im Wohnungsbau eine Verdopplung der Wohnraumlücke zu verantworten hat. Das ist die CDU, die immer wieder zur politischen Schaustellung nicht vertretbare Abschiebungen durchzieht und beim Klimaschutz, beim Windenergie- und Solarausbau sowie der Mobilitätswende bremst.

Die Grünen hatten die Wahl zwischen Fortschritt und zwischen dem Gestern. Und sie haben sich für das Gestern entschieden.

Wir standen zu den Grünen nie wie zu anderen politischen Parteien. Viele Initiativen haben wir zusammen begründet und viele Kämpfe gemeinsam geführt. Und wir hätten nun die Chance gehabt, in einem progressiven Bündnis ökologische Verantwortung, soziale Haltung und ökonomische Vernunft in einer Fortschrittskoalition zusammenzubringen.

Den Grünen – die hier ein teilweise weniger demokratisch als royalistisch anmutendes Auswahlverfahren veranstaltet haben, um am Schluss die bequemste Variante zu wählen – möchte ich sagen: „Man sieht sich immer zweimal im Leben.“

Und den vielen von uns, die jetzt enttäuscht sind, dass wir dieses großartige Land nicht auf seiner weiteren Reise mitgestalten können, will ich sagen: „Man muss immer einmal mehr aufstehen als man hinfällt.“

Ich wünsche Ihnen und Euch von Herzen Muße und Zeit, sowohl heute als auch morgen am Karsamstag und natürlich ein sonnig-schönes Osterfest.

Foto der Woche: Gestern war ich zum Vor-Ort-Besuch beim Bauernhof Gieser. Für die Landwirte schafft die Pandemie zusätzliche Unsicherheiten und Aufgaben. Da war es mir wichtig, vor Ort zu erfahren, wo der Schuh drückt, aber natürlich auch, wie die Spargelsaison gestartet ist.

 

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