Geht nicht gibt’s nicht – Jakobusschule macht Bildung nach Montessori

Veröffentlicht am 26.02.2018 in Landespolitik

M. Zhanel, V. Wernet, H. Schaßner-Weber, C. Wagenbach, Daniel Born MdL, F. Heidland

Nicht nur die Tatsache, dass hier alle Hausschuhe tragen, sorgt für eine wohlige Atmosphäre. Die Kinder begrüßen den SPD-Landtagsabgeordneten Daniel Born offen und fröhlich.

Karlsruhe/Schwetzingen. Sofort ist man im Gespräch und Born fragt nach: „Kennt ihr einen Politiker?“ Die Antwort der Grundschüler: „Klar, Angela Merkel.“ Aber dass es Politiker eben nicht nur im Kanzleramt gibt, sondern unter anderem auch im Bundes- und Landtag ist schnell erklärt und der grundschulpolitische Sprecher seiner Fraktion singt mit den Grundschülern der Jakobusschule das Jahreszeiten-Lied.

„Dieser Morgenkreis zum Wochenstart ist uns richtig viel Wert.“ meinen die Schulleiterinnen Heike Schaßner-Weber und Claudia Wagenbach. Daniel Born kann das gut nachvollziehen: „Hier wird gesungen und werden wichtige Infos ausgetauscht, Geburtstag gefeiert und mit einem Spruch der Woche dem Schulalltag eine segensreiche Überschrift gegeben. Das ist ein gelingender Wochenbeginn.“

Beim anschließenden Gang durch den Gemeinschaftsschul-Teil erläutern die Schulleiterinnen das Konzept: „Geht nicht gibt’s bei uns nicht. Wir gehen fair miteinander um, entwickeln gemeinsam Lernziele und Probleme werden in der Gemeinschaft gelöst. Dazu gehören ruhige Arbeitsphasen zur intensiven Konzentration – aber auch gemeinsame Impulse. Das ist ebenso Teil unseres Konzepts wie die regelmäßigen Coachinggespräche mit den Schülerinnen und Schülern. Die Schule als Teil der Lebenswelt und die gegenseitige Rückmeldung bezüglich der Leistungen und Interessen der Kinder sind für uns von zentraler Bedeutung“, erläutern Schaßner-Weber und Wagenbach.

Friederike Heidland, Stiftungsvorstand der Schulstiftung der evangelischen Landeskirche Baden, dankt an dieser Stelle dem Schulleitungsteam. „Die Idee unserer Stiftung, christliche Werte, soziale Kompetenz, Toleranz und bürgerschaftliches Engagement mit reformpädagogischem Konzept von motivierten Lehrerinnen und Lehrern vermitteln zu lassen, gelingt hier hervorragend.“

Im anschließenden Gespräch mit Vertreterinnen des Elternbeirats wird dann auch deutlich, dass man die Angriffe auf die Gemeinschaftsschule mitunter als ungerecht empfindet und sich von der Landespolitik wünscht, die Unterstützung der jungen Schulart nicht nur auf Feierlichkeiten anlässlich des fünften Geburtstages der GMS, sondern ganzjährig offen zu kommunizieren. Daniel Born ergänzt, dass mit der Gemeinschaftsschule eine weiterführende Schulart für ein vielfältiges Land geschaffen worden ist. „Wir haben eine weitere Möglichkeit für die Eltern bei der Schulwahl geschaffen. Und wir bekommen von Eltern weiter die Rückmeldung: das sind richtig gute Schulen geworden. Ich kann nicht verstehen, wenn hier immer wieder ein Bildungsangebot in Frage gestellt wird.“ so der Landtagsabgeordnete, der Mitglied im Bildungsausschuss ist.

„Die SPD-Landtagsfraktion hat eine Bildungsmut-Kampagne ins Leben gerufen, die zum Ziel hat, genau das zu erreichen“, sagt der Bildungsexperte und erntet große Zustimmung bei seinen Gesprächspartnerinnen. „Besonders erfreulich finde ich, zu hören, wie gut in Karlsruhe an der Jakobus-Schule die Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben aber auch Kultureinrichtungen und Universitäten funktioniert.“, so Born weiter.

Dass er seinen Dank für den Besuch mit dem Angebot an Schulträger, Lehrer und Eltern verbindet, auch weiterhin in Kontakt zu bleiben, wird von den Vertreterinnen aus Karlsruhe mit einem „herzlich gerne!“ quittiert.

 

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