VRN: SPD-Kreistagsfraktion informiert sich über Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs

Veröffentlicht am 27.02.2018 in Kreistagsfraktion

Zu einem Informationsgespräch über die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs kam dieser Tage die SPD-Kreistagsfraktion in der Mannheimer VRN-Zentrale zusammen. Manfred Zuber aus Walldorf, Vorsitzender des Arbeitskreises Umwelt, Verkehr und Wirtschaft, hatte dazu geladen und erinnerte an die aktuell anstehenden Themen Mobilitätsplan, Bündelausschreibungen, Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Nahverkehrs.

Nach der Begrüßung durch den Faktionsvorsitzenden Dr. Ralf Göck stellte der Leiter der Vergabestelle des VRN, Dr. Michael Winnes, zunächst einige Strukturdaten des Verkehrsverbunds Rhein-Neckar vor. 24 Kreise und kreisfreie Städte aus drei Bundesländern arbeiten im VRN zusammen und bilden das recht große Verbundgebiet mit täglich 850 000 Fahrgästen und insgesamt rund 460 Linien mit Bus, S-Bahn und Straßenbahnen.

58 Verkehrsunternehmen sind Vertragspartner für die verschiedenen Linienbündel, die jeweils für 10 Jahre nach den Vorgaben der Gremien von Kreis und Gemeinden ausgeschrieben werden. Wie komplex der Vorgang von Ausschreibung und Vergabe bei immer höheren Anforderungen an technische und soziale Standards ist, erläuterte der Referent sehr ausführlich.

Die Kreisrätinnen und Kreisräte erkundigten sich unter anderem, wie die bei den Ausschreibungen vorgeschriebene Tariftreue seitens des VRN kontrolliert werde. Dies sei schwierig, räumte der Referent ein, aber durch den neu gegründeten Beirat für das Fahrpersonal gebe es jetzt die Möglichkeit der direkten Rückmeldung.

Ein Herzensanliegen ist den Sozialdemokraten seit Jahren die Einführung eines Sozialtickets im Kreis bzw. in der Metropolregion. Auf Nachfrage von Dr. Brigitta Martens-Aly war zu erfahren, dass der VRN sich mit 10 Prozent an den entstehenden Mehrkosten für Kreis und Gemeinden beteiligt, weil mit dem Sozialticket auch eine Zunahme der Zeitkarteninhaber zu erwarten ist und dies auch im Sinne des VRN sei.

Auch die Ziele des VRN zur Steigerung des Anteils der Nutzerzahlen waren Gegenstand des Gesprächs. Derzeit liegedieser Anteil bei nur rund 10 Prozent der insgesamt zurückgelegten Wege. In Zeiten von Klimawandel, drohenden Fahrverboten wegen Luftverschmutzung und Staus auf vielen Wegen zum Arbeitsplatz könnte ein kräftiger Anstieg der ÖPNV-Nutzung erheblich zur Verbesserung beitragen. Hier liege der Schlüssel aber nicht beim Verbund, so Winnes, sondern bei der Politik und deren Bereitschaft zur Finanzierung günstiger Tickets und zum weiteren Ausbau von Verbindungen.

 

Homepage Die SPD im Kreistag Rhein-Neckar

Roter Briefkasten

Daniel Born

WIR BEI FACEBOOK

News-Ticker

Die SPD-Bundestagsfraktion schlägt ein Bundesförderprogramm Mobilfunk vor, um die Regionen zu versorgen, in denen sich Investitionen für Telekommunikationsunternehmen finanziell nicht rentieren. Dort, wo der Marktausbau versagt, muss der Staat eingreifen und für die Infrastruktur Sorge tragen. Nur so können die sogenannten weißen Flecken geschlossen werden. "Noch immer gibt es zahlreiche Funklöcher in Deutschland. Ursächlich hierfür

Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischen Frauen (ASF) Maria Noichl erklärt: Wie in jedem Jahr bedeutet dieses Datum, dass Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen bis zu diesem Tag umsonst gearbeitet haben. Bedingt wird dies durch einen nach wie vor bestehenden Gender Pay Gap von 21 Prozent in Deutschland, einem der größten in der ganzen

Anlässlich der Einigung der Koalition erklärt der Vorsitzende von Selbst Aktiv Karl Finke: Das Bundesverfassungsgericht hatte mit seinem Urteil vom 29. Januar 2019 die Aufrechterhaltung von Wahlrechtsausschlüssen für Menschen, die unter Vollbetreuung aller Angelegenheiten stehen, für verfassungswidrig erklärt. Dies gilt auch für Straftäter, die wegen Schuldunfähigkeit in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus untergebracht sind. Die Karlsruher

Exklusiv-Interview mit Vizekanzler Olaf Scholz Der Bundesfinanzminister erläutert für spdfraktion.de das sozialdemokratische Konzept eines sozialen Europas und begründet, weshalb eine Reform des Sozialstaates notwendig ist. Das ganze Interview auf spdfraktion.de