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SPD-Schwetzingen - Leben in der Kurpfalz

Günstiger Wohnraum und Verkehr im Fokus

Ortsverein

SPD radelte durch Schwetzingen

Nicht nur wegen des sonnigen Wetter war es eine gelungene Aktion der SPD-Schwetzingen. Ab 11 Uhr sattelten 15 Bürgerinnen und Bürger ihre Räder und begannen eine Tour durch die Stadtteile. Am Samstag hatte die SPD wieder zu ihrer traditionellen „Tour de Schwetzingen“ eingeladen. Die Organisatoren und Gemeinderäte Simon Abraham und Robin Pitsch hatten eine Symbiose zwischen Bewegungsaktivität und der Beschäftigung mit aktuellen politischen Thema geplant.

Zu Beginn besuchten die Radler den frisch hergerichteten „Heckerplatz“ und diskutierten über die bald einzurichtende Einbahnstraßenregelung. Die Strecke führte dann in die Nordstadt an die Walther-Rathenau-Straße, wo die Frage aufkam, warum man die leerstehende Wohnanlage nicht renovieren würde. Leider konnten die Stadträte nur berichten, dass der Baubeginn eigentlich für Anfang 2018 vorgesehen war. Ebenso wurde über die Einbahnregelung aus der Friedrich-Ebert-Straße diskutiert.

Dann führte der Weg über den Sudetenring zur Comenius Schule. Hier nahm man den neuen Anbau in Augenschein. „Wir erwarten auch in Zukunft etwa 150 Schüler an dieser Schule, deshalb war der Erweiterungsbau ein logischer Schritt“, so H-P. Müller. Aufgrund der nur halbherzigen Inklusionspolitik der Grün-schwarzen Landesregierung hätte der Landkreis in dieses, rund drei Millionen Euro schwere Vorhaben investieren müssen.

Weiter ging es auf dem Grenzhöfer Weg zur Werkstraße, an der die Sportartikelfirma Decathlon ihr Lager erweitert. „Nach Ausbauende werden hier 600 Mitarbeiter beschäftigt sein“, so Bärbel Schifferdecker. Siebzig Sportarten sind im Sortiment, rund 35 000 verschiedene Artikel werden in den Hallen gelagert. Von hier aus würde die Belieferung der Filialen in Deutschland und den Niederlanden stattfinden und ebenso der Online-Markt bedient.

Quer durch Plankstadt gelangte die Tour dann an die Paul-Bönner-Straße. Über dem Tunnel der B535 stellte dann Simon Abraham einen möglichen Verlauf des Radschnellweges von Schwetzingen nach Heidelberg vor. „Die Maulbeerallee führte historisch gesehen, quasi als Schnellweg zehn Kilometer vom Schwetzinger Schloss in gerader Linie nach Heidelberg“, so der Stadtrat. Als das Schwetzinger Schloss durch den Kurfürsten Carl-Theodor ausgebaut worden sei, hätte er eine Achse zwischen dem Königsstuhl und der Kalmit im Westen markiert. Dementsprechend wurde auch eine Verbindungsallee zur alten Residenz in Heidelberg gebaut. Genau diese, wolle man in der Planung für einen Radweg berücksichtigen.

Über die Oststadt gelangte die Gruppe dann in die Scheffelstraße. Denn das Industriegebiet „Pfaudler“ wurde verkauft und die Produktion wird nach Waghäusel umziehen. Auf dem freiwerdenden Gelände soll ein Wohnquartier für 1500 Menschen entstehen. Auf Nachfrage erläuterte Simon Abraham und Sabine Rebmann, wie das sogenannte Masterplan-Verfahren, das dem Bebauungsplanverfahren vorgeschaltet ist, funktioniert. Zur Entwicklung des Geländes habe der Investor gleich drei Architekturbüros beauftragt. „Wir wollen, dass die Projektentwicklung für diese Wohnanlage hier transparent und für alle Bürger einsehbar passiert“, so Abraham. Und die SPD-Gemeinderäte haben klare Vorstellungen. Viel Wohnen soll hier entstehen, darunter eine ganze Menge bezahlbarer und geförderter Wohnraum. „Da müssen wir dranbleiben und das Land tut zurzeit einiges, damit Wohnraum gefördert wird, so der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born.

Im Blauen Loch fiel dann die Zielflagge der Tour. Interessierte Nachbarn gesellten sich später zur Radgruppe und nutzten die Gelegenheit zum politischen Gespräch.

 
 

Neza Yildirim

 

Roter Briefkasten

 

Daniel Born

 

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