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SPD-Schwetzingen - Leben in der Kurpfalz

„Talk uff der Gass“ der SPD-Fraktion in der Nordstadt

Fraktion

Zahlreiche interessante Gespräche konnten die SPD-Gemeinderäte beim jüngsten Infostand „Talk uff der Gass“ mitnehmen. Nicht wenige Bürger aus der Nordstadt kamen teilweise mit Plänen, Briefen oder Listen, um die Sozialdemokraten auf Probleme in ihrem Stadtteil hinzuweisen. Dabei wurde eines deutlich, was eine ältere Mitbürgerin auch auf den Punkt brachte: „Wir haben das Gefühl manchmal vergessen zu werden.“

Da sind zum Beispiel die unübersichtliche Radwegsituation an neuralgischen Verkehrsstellen. So würden Radfahrer auf dem Gehweg fahren, teilweise viel zu schnell. „Die Beschilderung ist für den normalen Radfahrer oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen“, so Stadtrat Simon Abraham. Die Schilder ständen teilweise hinter Bäumen und Straßenmarkierungen. Weil Schwetzingen in Zukunft noch mehr auf das Rad setzen wolle, könnten diese Probleme schnell auf die kommunalpolitische Agenda gesetzt werden, meint Abraham.

Auch die Bushaltestelle am Verbrauchermarkt hat ihre Tücken. Mit einem Rollator sei es schwer, in den Bus zu kommen, aber das beträfe ja nicht nur die Nordstadt, bemängelt eine Seniorin. Allerdings seien es hier immer sehr viele Bürger, die den Bus nähmen, berichtet sie. Stadträtin Monika Maier-Kuhn sieht in der Barrierefreiheit eines der zentralen kommunalpolitischen Themen der Zukunft: „Hier müssen wir uns als Stadt kümmern. In der Zeit, in der ein ÖPNV immer wichtiger wird, muss Barrierefreiheit gewährleistet sein! Jeder muss ungehindert den Bus nehmen können“. Sie will einen „Barrierefreiheitsplan“ für die ganze Stadt einbringen und in der Nordstadt anfangen.

„Wir sind ja verkehrsmäßig auch abgehängt“, bemängeln gleich mehrere Männer am Infostand. Die Einfahrt in die Nordstadt, die damals als Einbahnstraße noch zur Zeit des US-Militärverkehrs eingerichtet wurde, sei ja kein Problem, aber das Herausfahren in Richtung Heidelberg über das Rondell sei wegen der langen Wartezeiten an den Ampeln langwierig und schwierig. Die Einfahrt solle man in beide Richtungen öffnen, war ein oft geäußerter Wunsch. SPD-Fraktionsvorsitzender Robin Pitsch kennt das Problem, meint aber: „Die Forderung ist verständlich, allerdings ist die betreffende Stelle an der Friedrich-Ebert-Straße Ecke Walther-Rathenau-Straße zu eng für gegenläufigen Verkehr.“ Ohne einen Rückbau des Blumenfeldes und eine Verbreiterung der Straße ginge es nicht. Er versprach aber, das Thema erneut in den Gemeinderat einzubringen.

Sabine Rebmann führt bei der anschließenden Begehung die Interessierten an den öffentlichen Spielplatz hinter der Nordstadthalle. „Zwar stehen hier einige Spielgeräte für die Kinder, aber richtig einladend ist das wohl nicht“, machte Rebmann deutlich. Der Gemeinderat solle über die Zustände der Spielplätze immer informiert sein, damit man auf Defizite reagieren könne. Nicht nur in der Nordstadt bestehe Nachholbedarf bei der Optimierung der Spielflächen. „Die innerstädtischen Spielplätze sind Bewegungs- und Erfahrungsräume und müssen mehr bieten, gerade in einer Familienstadt wie Schwetzingen“, fordert Rebmann. Ganz konkret vorstellen könne sich Rebmann beispielsweise „Motto-Spielplätze“, bei der die Spielgeräte und Bewegungsangebote an ein Thema angepasst würden. Einen Motto-Spielplatz gebe es bereits im Kleinen Feld an der „Römischen Wasserleitung“.

Auch „wildes Parken“ sei ein Problem. Im Sudetenring, unweit der Schulen und des Kindergartens erleben Anwohner öfter ein Verkehrschaos: „Oft stehen hier die Autos auf der Straße, sodass die Straße zu eng wird. „Kommt morgens der Schulbus und dann noch Rad fahrende Kinder und Eltern dazu, wird’s unübersichtlich und gefährlich“, so eine Mutter. Natürlich stehe auch die Frage im Raum, was passiere, wenn im Notfall die Feuerwehr nicht mehr durchkomme. Auch dieses Problem, versprachen die Genossen, werden sie in den Gemeinderat mitnehmen.

 
 

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