Rosa Grünstein: „Welche Energie hat Zukunft“

Veröffentlicht am 11.12.2010 in MdB und MdL

Energiepolitischer Sprecher Thomas Knapp zu Gast

Auf Einladung von Rosa Grünstein wurde kürzlich in der Schwetzinger AWO- Begegnungsstätte im Rahmen der „100-Dialoge-Tour“ der SPD Baden-Württemberg die Frage „Welche Energie hat Zukunft?“ diskutiert. Zu Beginn begrüßte die SPD-Abgeordnete Rosa Grünstein die Bürgerinnen und Bürger sowie die beiden Referenden Thomas Knapp MdL und Carsten Kropp. „Wir wollen mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen, unsere Vorstellungen vermitteln und ihre Gedanken und Ideen“, erläutert die Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein die „100-Dialoge-Tour“. Die SPD Baden-Württemberg wird mithilfe dieser Tour in der Zeit bis Weihnachten ihr Regierungsprogramm für die Landtagswahl 2011 im Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, Organisationen, Firmen und Verbänden im Land diskutieren. Da der Geschäftsführer der Stadtwerke Schwetzingen kurzfristig aus familiären Gründen abgesagt hatte, wurde das Programm des Abends geändert.

Zunächst zeigte Carsten Kropp, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Rosa Grünstein, in einem Kurzvortrag zum Thema „Energiepolitik vor neuen Herausforderungen“ auf, warum diese Frage überhaupt neu beantwortet werden muss. „Europa steht in der Energiepolitik vor neuen Herausforderungen“, sagte Carsten Kropp. „Unsere Energie muss künftig klimafreundlicher und unabhängiger von der nachteiligen Preisentwicklung an den Energierohstoffmärkten werden“, so Kropp weiter. Aus diesen Herausforderungen heraus muss es der Politik gelingen den Rahmen für eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 zu setzen.

Thomas Knapp, der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, stellte anschließend die energiepolitischen Ziele der SPD in Baden-Württemberg vor. Nach Thomas Knapp sind die Ziele der Landesregierung nicht ambitioniert genug. Anders als die Landesregierung, die einen Anteil der Erneuerbaren am Primärenergieverbrauch im Jahr 2020 von lediglich 13 % (heute: 8 %) anstrebt, wollen wir, wie die EU (heute 8,5 %), einen Anteil von 20 % in Baden- Württemberg erreichen. Die Handlungsfelder sind hierbei im Strom-, Wärme- und Verkehrsbereich. „Wir können durch die Optimierung von Standby- Geräten, der Modernisierung von Haushaltgeräte und anderen Effizienzsteigerungen ohne Komfortverlust für den Verbraucher bis zu 20 % des Energieverbrauchs einsparen“ so Thomas Knapp. Neben der Einsparung ist die Energieerzeugung aus regenerativen Energiequellen die zweite große Säule. Hierbei hat die dezentrale Energieversorgung mit erneuerbaren Energien die Chance zu einem gigantischen Wirtschaftsprogramm zu werden. „Hier könnten tausende neue nicht-globalisierbare Arbeitsplätze entstehen“, so der Energieexperte Knapp MdL. Im weiteren Verlauf seines Vortrages stellte er auch Zukunftsvisionen, wie z. B. das europäische Stromverbundnetzes, vor. Dieses Netz sieht vor, große Mengen an Strom, der in peripheren Regionen Europas gewonnen wird, mithilfe von verlustarmen Kabeln in die großen europäischen Verbrauchszentren zu transportieren. Hiermit könnten Engpässe, wie z. B. durch eine Windflaute in der Nordsee, ausgeglichen werden.

Im Anschluss wurde lebhaft über die Speicherung und die Preisentwicklung von Elektrizität und viele anderen Themen diskutiert. Abschließend bedankte sich die SPD-Landtagsabgeordnete Rosa Grünstein zunächst bei der AWO für die Bewirtung und Bereitstellung der Begegnungsstätte, bei den Bürgerinnen und Bürgern für eine lebhafte Diskussion mit vielen Beiträgen sowie bei ihrem Mitarbeiter Carsten Kropp und Landtagskollegen Thomas Knapp für die Referate und wünschte allen Anwesenden viel Energie für den bevorstehenden Weihnachtsstress.

 

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Daniel Born

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