Daniel Born: "Schulen sind für alle Kinder da"

Veröffentlicht am 07.08.2019 in Landespolitik

Daniel Born, Sprecher für Grundschulen der SPD-Landtagsfraktion, kritisiert den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU im Bundestag, Carsten Linnemann, scharf für seine Aussagen, Kinder ohne Deutschkenntnisse hätten in der Grundschule nichts zu suchen.

Stuttgart. „Unsere Schulen sind für alle Kinder da und die Lehrerinnen und Lehrer wollen auch für alle Kinder da sein. Statt Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen von der Schule fernzuhalten, müssen wir die Schulen fit machen für deren Förderung. Derzeit fehlen den Grundschulen dazu häufig die Ressourcen. Aber dies darf kein Anlass zur Ausgrenzung der zugewanderten Kinder sein. Im Gegenteil: wir müssen hierin unseren politischen Auftrag erkennen und ein Schulsystem aufbauen, das zu einem weltoffenen Deutschland im Jahr 2019 passt." erklärte der Schwetzinger Abgeordnete gegenüber der Landespresse.

Für Baden-Württemberg als Flächenland mit dem höchsten Anteil an Kindern mit Migrations-hintergrund heißt das für Daniel Born konkret: feste Strukturen für die Sprachförderung, mehr Poolstunden zur Vertiefung und Übung und landesweite Programme wie ‚Lesen macht stark‘ ab der ersten Klasse.

Beginnen müsse die Förderung bereits in der Kita, damit die Kinder nicht schon bei der Einschulung hinterher hinken. Und dazu gehört für den SPD-Politiker auch eine entsprechende Erleichterung beim Zugang zur Kita mit der von der SPD und einem breiten Elternbündnis geforderten Gebührenfreiheit.

Daniel Born nimmt denn auch die zuständige Landesministerin in die Pflicht: "Es ist gut, dass sich CDU-Kultusminsiterin Susanne Eisenmann umgehend vom gefährlichen Sommerloch-Quatsch ihres Parteifreundes distanziert hat. Beim Thema Sprachförderung kann und muss Eisenmann im Land auf jeden Fall noch eine ordentliche Schippe drauflegen."

Born hofft, dass sich auch andere Stimmen in der Landes-CDU klar von Linnemann abgrenzen: "Die diskriminierenden Aussagen dürfen keine Orientierung sein, denn sie sind populistisch und schüren Ressentiments gegen zugewanderte Kinder. Während er vorgibt, mit seinem Vorstoß die Entstehung von Parallelgesellschaften vermeiden zu wollen, legt er mit seiner Forderung nach Separation selbst den Grundstein dafür.“

 

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