Pressemitteilung zur Schuldnerberatung

Veröffentlicht am 20.06.2020 in Kreistagsfraktion

Renate Schmidt, stv. Vorsitzende, (Foto: Schmidt)

SPD-Fraktion im Kreistag Rhein-Neckar fordert den Einstieg in flächendeckende, soziale
Schuldnerberatung

 

Rhein-Neckar. Die Auswirkungen, die die COVID-19-Situation auf private Haushalte im Rhein-Neckar-Kreis haben wird, sind derzeit noch gar nicht abzusehen. Deshalb hat die SPD-Fraktion im Kreistag Rhein-Neckar in der letzten Sozialausschuss-Sitzung den Einstieg in die flächendeckende Schuldnerberatung beantragt: „Uns geht es um eine Konzeption für die schrittweise Einführung einer flächendeckenden, sozialen Schuldnerberatung“, so die sozialpolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Renate Schmidt (Eppelheim).

Schuldnerberatung werde bisher nur für einen eingeschränkten Personenkreis angeboten, etwa als niederschwellige Schuldnerberatung von einzelnen Kommunen wie Weinheim und Region, Walldorf, Wiesloch und in der Region Leimen. Über Gutscheine des JobCenters werde auch bei Verbänden der freien Wohlfahrtspflege beraten.

 

Bereits vor der Corona-Krise lag die Überschuldungsquote im Rhein-Neckar-Kreis bei 7,8 % (Schuldneratlas 2019). Aufgrund der aktuellen Lage sei davon auszugehen, dass sich die Zahl erhöhe, so Renate Schmidt. Hauptüberschuldungsauslöser sei längerfristiges Niedrigein-kommen. Aufgrund der Corona-Krise sei davon auszugehen, dass die finanziellen Nöte von Menschen zunehmen würden, z.B. durch Kurzarbeit oder Wegfall regelmäßiger Einnahmen oder durch Arbeitslosigkeit.

 

Nachhaltige Schuldnerberatung benötige Zeit, denn in die Beratung einbezogen würden die persönlichen, familiären und sozialen Lebensumstände, die zur Schuldenproblematik geführt haben. Wenn Zwangsvollstreckungsmaßnahmen eingeleitet werden oder Besuch vom Gerichtsvollzieher droht, herrscht häufig Angst und Unsicherheit. Hier kann die soziale Schuldnerberatung klärend eingreifen und durch Forderungsüberprüfung, Schuldenregulierung und ggf. auch Insolvenzberatung zu einer Verbesserung beitragen.

 

Die Themenfelder der sozialen Schuldnerberatung gehen weit über die in einer Schuldnerberatung eines Fachanwaltes hinaus. „Zudem hilft soziale Schuldnerberatung auch in erheblichem Umfang, Arbeitslosen- oder Krankengeld bis hin zur Grundsicherung einzusparen“, so der SPD Fraktionsvorsitzende Ralf Göck (Brühl), der das Angebot und die Finanzierung einer flächendeckenden, qualifizierten sozialen Schuldnerberatung für alle Bevölkerungsschichten im Rhein-Neckar-Kreis für notwendig und gesellschaftlich sinnvoll hält.

 

 

Homepage Die SPD im Kreistag Rhein-Neckar

Roter Briefkasten

Daniel Born

WIR BEI FACEBOOK

News-Ticker

Fristverlängerung für Baukindergeld hilft bauwilligen Familien Die Bundesregierung plant, den Förderzeitraum für das Baukindergeld um weitere drei Monate bis zum 31. März 2021 zu verlängern. Damit entspricht das Kabinett der Forderung der SPD-Bundestagsfraktion, die eine Verlängerung zur Überbrückung coronabedingter Verzögerungen angeregt hat. Die Verlängerung ermöglicht bauwilligen Familien größere Planungssicherheit und Klarheit. "Viele Familien hatten wegen coronabedingter Verzögerungen

Heute ist Welt-Alzheimertag. SPD-Fraktionsvizin Bärbel Bas hält es für ein wichtiges Signal, dass in dieser Woche die Umsetzung der Nationalen Demenstrategie beginnt. "Es ist ein wichtiges Signal, dass in dieser Woche der Startschuss zur Umsetzung der Nationalen Demenzstrategie fällt. Damit sollen 162 konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, um das Leben für die Demenzkranken lebenswerter zu gestalten.

SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese kann nicht nachvollziehen, dass der Innenminister eine Rassismus-Studie bei der Polizei ablehnt. Sie wäre im Sinn der Polizist*innen, die auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. "Dass sich Horst Seehofer trotz der Aufdeckungen bei der Polizei in Mülheim weiterhin stur gegen eine unabhängige Studie stellt, ist falsch und nicht nachvollziehbar. Eine Studie, die

17.09.2020 15:49
Regeln für Waffenexporte.
"Restriktive EU-Kriterien wichtiger als Wirtschaftsinteressen" Zu den Waffenexport-Jahresberichten der EU-Mitgliedstaaten hat sich das Europäische Parlament am heutigen Mittwoch, 16. September 2020, in einem Initiativbericht positioniert. Joachim Schuster aus dem Unterausschuss für Sicherheit und Verteidigung: "Verbindliche EU-Kriterien für Waffenexporte sind wichtiger als Wirtschaftsinteressen.  Auch in mehreren anderen wichtigen Punkten des Parlamentsberichts konnten sich die Sozialdemokratinnen und