Stellungnahme zur Gedenkstätte

Veröffentlicht am 01.10.2012 in Kommunalpolitik

Stellungnahme der SPD-Gemeinderatsfraktion bezüglich der Gestaltung der Gedankstätte für die Opfer des Dritten Reiches

Wie den Opfern des Nationalsozialismus in Schwetzingen zu gedenken wäre beschäftigt den Gemeinderat nun schon seit mehreren Wahlperioden. Vor uns liegt heute ein Beschlussvorschlag, der das Ergebnis vieler Diskussionen darstellt.

Der Entwurf für die Gedenkstätte wurde durch die Verwaltung sowie Herrn Dr. Schuth als künstlerischem Kurator und nicht zuletzt durch eine Jury ermittelt, nachdem ein künstlerischer Wettbewerb durchgeführt worden war. Von der Jury, der auch Gemeinderäte angehörten, wurde von fünfzehn vorselektierten Bewerbungen der jetzige Vorschlag auserwählt und dem Gemeinderat zur Diskussion gestellt. Der ausgewählte Vorschlag eines früheren Wettbewerbs wurde nicht zuletzt aus möglichen juristischen Gründen seitens der Verwaltung als nicht umsetzbar abgelehnt.

Die SPD wird dem heutigen Vorschlag zustimmen, obwohl die Vorstellung von einer Gedenkstätte bei uns eine andere gewesen war. Wir vermissen nach wie vor, dass keine Namen von Opfern erscheinen. Nur dadurch wäre deutlich geworden, dass Persönlichkeiten aus Schwetzingen im Nazi-Regime verfolgt und vernichtet worden sind. Auch hätten wir erhofft, dass die Bevölkerung und Schulen bei der Suche und Auswahl der Gedenkstätte mehr einbezogen worden wären. Kritisch angemerkt wird, dass im Vorfeld keine hiesigen Gruppen in den Prozess mit einbezogen worden waren, dass die Öffentlichkeit nicht eingebunden war und in dieser Hinsicht keinerlei pädagogische Herangehensweise stattfand, obwohl dies ursprünglich durch den OB zugesichert worden war.

Wie bereits unser Rats-Kollege Simon Abraham früher festgestellt hatte, bedauern wir, dass das sensible Thema „Gedenkstätte der NS-Opfer“ zu einem öffentlichen Diskurs geführt hat, die der Sache nicht angemessen war und ist.

Bedenkt man den zurückliegenden Verlauf, denke ich dass, dass der heutige Entwurf unter den heutigen Gegebenheiten trotzdem eine Zustimmung erhalten sollte. Der Architekt Matthias Braun hat durch seinen Entwurf Opfergruppen der Vergangenheit symbolisch und künstlerisch dargestellt mit Blick auch auf die Gegenwart. Eine Gedenktafel verdeutlicht zusätzlich die Bedeutung der Skulptur. Wir hoffen und wünschen, dass diese Symbolik auch entsprechend verstanden und von der Bevölkerung angenommen wird, sodass an dieser Stelle neben dem Rathaus der Opfer gedacht werden kann.

An der Frage, wer zu den Schwetzinger Opfern des NS-Regimes zu zählen sei, arbeitet gegenwärtig das Historische Institut Heidelberg. Es wurde zugesagt, dass eine schriftliche Ausarbeitung darüber künftig im Rathaus ausliegen wird. Wir erwarten, dass diese Ausarbeitung auch interessierten Bürgern zugängig gemacht werden wird.

Insgesamt sind wir froh, dass ein langwieriger Prozess um die Gedenkstätte dem Ende zugeht und wir stimmen dem heutigen Beschlussvorschlag zu.

 

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Daniel Born

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