Weltflüchtlingstag: Solidarität mit geflüchteten Menschen

Veröffentlicht am 18.06.2020 in Ortsverein

Am 20.Juni fand bereits der 19. internationale Weltflüchtlingstag seit 2001 statt, initiiert durch die Vereinten Nationen.

Der Juso-Vorsitzende der Region Schwetzingen und Kreisvorstandsmitglied der SPD-Rhein Neckar Egzon Fejzaj sagte: „Meine Eltern mussten wegen des Faschismus in Jugoslawien ihr Land verlassen. Wir haben viele Familienangehörige verloren, weil wir für andere Menschen im selben Land die falsche Religion und Ethnie haben“. Flüchtlingsschutz und Solidarität gehörten zusammen, betont er. Einerseits Solidarität mit den Schutzsuchenden, die nach Europa fliehen würden, andererseits Solidarität unter den Mitgliedstaaten, die alle verpflichtet wären, faire und effektive Asylverfahren zu organisieren und Asylsuchende menschenwürdig unterzubringen.

Auch Neza Yildirim, die wieder für den Bundestag kandidieren will fordert, dass Geflüchtete, vor allem Kinder, die auf griechischen Inseln ausharren müssten und unter erbärmlichen Umständen lebten, gerettet werden sollten. „In Zeiten von Corona führen sie ein unwürdiges Leben. Ich setze mich deshalb für eine sofortige Evakuierung ein.“

In einer Zeit, in der mehr und mehr globale Krisen Menschen dazu zwingen aus ihrer Heimat zu fliehen, möchte die SPD-Schwetzingen ein Zeichen der Solidarität setzen. „Wir solidarisieren uns mit Menschen, die vor Armut, Krieg und Terror fliehen. Wir sind gegen Abschottung, für Menschenrechte, gegen globale Ungerechtigkeit und für Frieden“, so die Ortsvereinsvorsitzende Monika Maier-Kuhn.

Kritisch sieht die SPD die Flüchtlingspolitik der Nachbarstadt Heidelberg. „Hier wird auf Kosten der Menschen Parteipolitik gemacht“, so Norbert Theobald. Anstatt den Geflüchteten einen menschenwürdigen Anfang in einem neuen Land zu geben, versuche man in Heidelberg die Flüchtlingsunterkünfte zwischen Autobahnkreuz und S-Bahn zu verschieben. Dicht zusammengedrängt ohne Sportplatz und auf Kosten von landwirtschaftlichen Nutzflächen soll das jetzige Ankunftszentrum aus dem PHV an die BAB A5 verlegt werden. „Gerade von den Grünen habe ich nicht erwartet, dass sie Menschen dermaßen unwürdig behandeln“, so Theobald. Ausgangspunkt des politischen Streits ist die „Internationale Bauausstellung“ die im PHV einen „Innovationsortsteil“ von Heidelberg plant. Flüchtlinge passten da wohl nicht hinein, kritisiert die SPD.

 

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Daniel Born

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